13. Dezember 2026
3. Sonntag im Advent (violett / blau°) – Der Vorläufer des Messias
Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig. Jes 40,3.10
Predigtgottesdienst
Vorspiel
Eröffnung I
Die dritte Kerze am Adventskranz wird – wenn möglich – erst zur Eröffnung entzündet.
Gnade sei mit uns und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, unserm Herrn und Heiland Jesus Christus. A: Amen. – Offb 1,4.5
Gott hat Geduld mit uns und macht sich Mühe mit unserem Versagen. Gott gibt uns noch eine Chance, dass wir von vorne beginnen können und nichts vergeblich ist. Darum hoffen wir auf ein blühendes Wunder – mitten im Winter, auf Gottes stärkendes Wort – mitten im Schweigen, auf ein leuchtendes Zeichen von ihm – mitten unter uns. (a)
[Wir bitten:] Herr Jesus Christus, du Licht der Welt, Johannes der Täufer hat das Volk aufgerufen, sich vorzubereiten, weil dein Reich nahe ist. Hilf uns, da das kommende Fest täglich näher rückt, schon jetzt bereit zu sein, dich willkommen zu heißen. (b)
Die dritte Kerze wird entzündet (bzw. auf den Adventskranz mit den brennenden Kerzen gewiesen).
Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig. Jes 40,3.10
oder
Eröffnung II
Die dritte Kerze am Adventskranz wird – wenn möglich – erst zur Eröffnung entzündet.
Gnade sei mit uns und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, unserm Herrn und Heiland Jesus Christus. A: Amen. – Offb 1,4.5
Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der Herr kommt gewaltig – so fasst der Wochenspruch Jes 40,3.10 die Botschaft dieses dritten Adventssonntags zusammen. Dies verbindet sich mit der Gestalt Johannes des Täufers, der als Wegbereiter des Heils kommt und von dem sein Vater bei dessen Geburt gesagt hat: „Du, Kindlein, wirst Prophet des Höchsten heißen. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden.“ Lk 1,76.77 Dieser Lobgesang des Zacharias ist unser heutiger Predigttext. Johannes der Täufer sah sich selbst und seinen Auftrag mit seinen Ermahnungen als Bereitung und Hinweis auf den kommenden Herrn, den Messias, von dem er bekannte: „Ich taufe mit Wasser, aber nach mir kommt, der mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen wird.“ Lk 3,16 (c)
Die dritte Kerze wird entzündet (bzw. auf den Adventskranz mit den brennenden Kerzen gewiesen).
Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der HERR kommt gewaltig. Jes 40,3.10
Lied zum Eingang: Die Nacht ist vorgedrungen – EG 16 in Auswahl
Psalmgebet
Votum: (So spricht Gott, der Herr:) Man erfahre vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang …: Ich bin der Herr und sonst keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der Herr, der dies alles tut. Jes 45,5–7
Psalm 85 I – HERR, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande (EG.E 73)
oder
Votum: Johannes wird vor dem Herrn hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, zu bekehren [die Herzen der Väter zu den Kindern und] die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist. Lk 1,17
Psalm 1 – Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen (EG 702)
Tagesgebet
Beten wir in der Stille zu Gott, dass wir auf seinen Weg finden: – Stille –
Gott, unser Heiland, deine Gnade ist wie läuterndes Feuer und dein Wort rüttelt auf. Rühre uns an mit deiner Gerechtigkeit und begegne uns mit deiner zärtlichen Liebe, dass wir uns, von dir getröstet, einer bedrängten und verwirrten Welt zuwenden durch Jesus Christus, der die Erfüllung deiner Verheißung ist in Zeit und Ewigkeit. (d)
oder
Herr, unser Gott, wir bitten dich: Hilf uns, dass wir der Weisung des Johannes gehorchen, deinem Sohn den Weg bereiten und ihn aufnehmen in unsere Herzen, damit wir deine Kinder werden. Durch Jesus Christus, unsern Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist regiert in Ewigkeit. (e)
oder
Ewiger, wachsamer Gott, immer wieder weckst du dein müde gewordenes Volk auf und rufst uns mit deiner Botschaft heilsam zurecht. Lass uns die Spuren deines Kommens erkennen und die Zeichen deiner Nähe nicht übersehen, dass wir zu leben wagen, was du in deinem Sohn ermöglicht hast: Glaube zu dir und Liebe untereinander und Hoffnung auf dein Reich, schon jetzt und auf immer und ewig. (f)
oder
Gott, du hältst dein Versprechen, du hast dein Volk nicht vergessen, sondern ihm einen Weg der Hoffnung bereitet. Lass dein Licht aufgehen im Dunkel und den Schatten des Todes. Führe uns auf den Weg deines Friedens zur Begegnung mit Menschen, die Hoffnung brauchen, und mache uns zu Boten deiner Liebe. Gehe mit uns durch diese Tage, dass dein Licht in uns leuchte und durch uns für andere sichtbar werde. (g)
Schriftlesung (Altes Testament): Jesaja 40,1–11 (V) Tröstet, tröstet mein Volk
oder (Epistel): 1. Korinther 4,1–5 (IV) Haushalter über Gottes Geheimnisse
Lied der Woche: Mit Ernst, o Menschenkinder – EG 10,1–3
Predigttext (Evangelium): Lukas 1,67–79 (III) Lobgesang des Zacharias
Predigt
Besinnung (Stille oder Musik oder Lied)
Bekenntnis
Lasst uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat: Hebr 10,23
Apostolisches Glaubensbekenntnis: Ich glaube an Gott, den Vater ... (EG Wü 686)
oder
Bekenntnislied – Wir glauben Gott im höchsten Thron – EG 184
oder Lobgesang
Aufruf: Über Johannes den Täufer hat der Engel verheißen: „Er wird groß sein vor dem Herrn und er wird vor ihm hergehen, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist“ Lk 1,15.17 Voll Hoffnung stimmen wir ein in den Lobgesang (Mariens):
Magnificat – Meine Seele erhebt den Herrn (EG.E 116 oder EG 761 oder EG Wü 781.6)
oder
Aufruf: Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, auf dass er die, die unter dem Gesetz waren, loskaufte und wir die Kindschaft empfingen. Gal 4,4.5 Voll Hoffnung stimmen wir ein in den Lobgesang (Mariens):
Magnificat – Meine Seele erhebt den Herrn (EG.E 116 oder EG 761 oder EG Wü 781.6)
Fürbitten
Gott der Güte, du hast dich auf den Weg gemacht zu uns Menschen, schon eine weite Strecke mit deinem Volk durch die Geschichte zurückgelegt, und willst mit uns auch weiter Schritte ins Morgen tun. So führe uns, wir bitten dich: R: Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Wo wir verharren wollen; wo wir im Gestern gefangen sind, wo wir ohne Mut bleiben, weiterzugehen, weil Kraft und Phantasie nicht reichen – da bitten wir dich: R: Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Wo wir zögern, auf Menschen zuzugehen, die warten und laut oder leise nach uns rufen, wo wir in Gefahr sind, teilnahmslos vorüberzugehen – da bitten wir dich: R: Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Wo Hass und Streit die Liebe bedroht; wo Paare verstummen, wo Nachbarn einander verletzen, wo Mauern wachsen, wo einst Tore waren – da bitten wir dich: R: Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Wo die Schatten des Todes uns erreichen, wo Krankheit quält, wo Trauer verstört, wo Vergebung verweigert wird, wo Dunkelheit die Seele umhüllt – da bitten wir dich: R: Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Wo wir über eigene oder fremde Fehler stolpern, wo wir durch Versagen der Kräfte stolpern, wo wir im Scheitern von Hoffnungen und Plänen fallen – da bitten wir dich: R: Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. (h)
oder
Unser Alltag ist oft anders, als du es für uns willst. Aber deine Botschaft will uns verwandeln. Ohne dein Wort bleiben Sehende blind und Gehende lahm, werden Hörende taub und Reine zu Aussätzigen. Nichts brauchen wir dringender, als dass du kommst und unser Leben wieder zurechtbringst. Wir rufen dich an: R: Kyrie eleison.
Wir bitten um Vertrauen in dein Wort und um Kraft, es dort weiterzusagen, wo Menschen verarmt sind an Leben, wo sie keinen Sinn mehr sehen oder sie sich leer oder wie tot fühlen. Wir rufen dich an: R: Kyrie eleison.
Denen, die blind durch das Leben laufen und sich überall wund stoßen, gib erkennende Augen. – Denen, die sich gehindert sehen am aufrechten Gang, schenke Menschen, die mit ihnen gehen und sie unterstützen. – Denen, deren Anständigkeit und Fairness belächelt wird, hilf, ihren Grundsätzen treu zu bleiben und Freunde zu finden. Wir rufen dich an: R: Kyrie eleison.
Für alle Elenden ist uns dein aufrichtendes Wort anvertraut: Wer angeschlagen ist, soll heil werden. Wer abgestorben ist, soll wieder leben. Wer gefallen ist, soll neu gehen lernen. Lass uns nicht müde werden über unserem Auftrag an den Menschen. Wir rufen dich an: R: Kyrie eleison.
Lass uns dein Wort offen vernehmen. Hilf uns, deine Weisung klar und deutlich zu durchdenken. Gib uns Kraft, dein Evangelium überzeugend weiterzugeben. Wir rufen dich an: R: Kyrie eleison.
Lass uns nicht irre werden an dir. Sei nachsichtig mit uns, wenn widersprechende Erfahrungen uns in Zweifel führen. Habe Geduld mit uns, dass wir umkehren können und neu zu leben lernen. Komm in deinem Sohn (mit seinem Advent): richtend und tröstend und neuschaffend. Wir rufen dich an: R: Kyrie eleison. (i)
Vaterunser
Lied zum Ausgang: Tröstet, tröstet, spricht der Herr – EG 15 in Auswahl
Abkündigungen [ mit Blick auf die Krippe ]
[ Ab diesem Sonntag sind in der weihnachtlichen Hütte neben „Heu“ und „Stroh“ schon „Ochs und Esel“ zu sehen. Aus Anlass des Johannistages im Juni waren wir nach dem Gottesdienst (zusammen mit den Kindern der Kinderkirche) unterwegs und haben in der damals üppig blühenden Natur und „Blütenpracht“ Wiesengräser, Kräuter und Blumen gesammelt. Zu einem Strauß gebunden und getrocknet haben sie jetzt in der weihnachtlichen Krippe als „Heu“ einen Platz gefunden. Damit werden sie zum zeichenhaften Ausdruck der prophetischen Botschaft, die mit der Gestalt Johannes des Täufers verbunden ist: „Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.“ (Jes 40,8) Und die beiden Tiere an der Futterkrippe (, die ja in der Weihnachtsgeschichte nicht erwähnt werden, wohl aber in vielen Weihnachtsbildern vorkommen,) sollen an einen anderen Bußruf erinnern: „Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt's nicht, und mein Volk versteht's nicht“ (Jes 1,3), was manchmal leider antisemitisch gedeutet wird, doch Christen als Volk Gottes genauso im Blick hat.] (k)
Schlussgesang: Ach mache du mich Armen – EG 10,5
[ Sendungswort
Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, der HERR kommt gewaltig. Jes 40,3.10 ]
Segen – Nachspiel
entfalteter Wort- bzw. Abendmahlsgottesdienst (Form der Messe)
Entsprechend dem Charakter des 3. Advents kann der Aspekt der Buße in der Gottesdienstgestaltung besonders betont werden, indem ein ausführliches Sündenbekenntnis und ein Vergebungszuspruch (Beichte mit ausdrücklicher Absolution) der Predigt (und dem Credo) folgen. Dies wird auch im neuen Perikopenbuch (nach S. 20) angeregt. Die Feier des Abendmahles kann sich anschließen. Zu Beginn des Gottesdienstes kann eine Kyrie-Litanei die übliche Vorbereitung mit Eingeständnis und Zusage ersetzen. Die Fürbitten lassen sich mit dem Dankgebet verbinden.
Vorspiel (l) – Eröffnung – Lied zum Eingang (wie oben)
Kyrie I (Litanei)
Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg. Richtet ein Zeichen auf für die Völker. Siehe, der Herr lässt sich hören bis an die Enden der Erde. Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt. (Jes 62,10.11) [ Erwartungsvoll rufen wir:
R: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich. (EG 178.10) ]
Wir suchen das Leben und kommen nur schwer voran. Denn wir sind gehalten mit unseren Meinungen und Gedanken. Wir haben uns festgelegt durch ein Bild von uns selbst. Wir engen andere ein mit unseren Ansichten. Wir sind starr geworden in den eigenen Vorstellungen von Gott. So hoffen wir auf Befreiung aus unserer Begrenztheit und rufen:
R: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich. (EG 178.10)
Wir suchen das Leben und kommen nur schwer voran. Denn wir sind gehalten durch unser Versagen. Wie selten sind wir bereit, wenn andere uns brauchen. Wie oft haben wir uns dem Anspruch der Liebe entzogen. Wie schnell weichen wir aus, wo Gott uns ruft. So hoffen wir auf Befreiung aus unserer Schuld und rufen:
R: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich. (EG 178.10)
Wir suchen das Leben und kommen nur schwer voran. Denn wir sind gehalten bei unseren Versuchen, das Richtige zu tun. Wir überschätzen uns gern in unseren Möglichkeiten. Wir lassen es leicht an Geduld und Beharrlichkeit mangeln. Wir erwarten immer wieder zu wenig von Gott. So hoffen wir auf Befreiung aus unserem Scheitern und rufen: (m)
R: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich. (EG 178.10)
oder
Kyrie II – Advents-Kyrie (alternativ)
Wir wissen oft nicht, was dieser Welt zum Frieden helfen könnte. Wir hoffen und bitten, dass unsere Erwartung, unser Urteilen und Verhalten vom Kommen Christi geleitet wird. (n)
V x G: Tau aus Himmelshöhn (EG 178.6)
Tagesgebet (wie oben)
Altes Testament: Jesaja 40,1–11 (V) Tröstet, tröstet mein Volk
Graduale: Psalm 85,1.2.7.8 – Herr, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande (aus EG.E 75) (o)
oder Psalm 1 – Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen (EG 702)
Epistel: 1. Korinther 4,1–5 (IV) Haushalter über Gottes Geheimnisse
Halleluja
Halleluja. Der HERR ist gnädig und gerecht * und unser Gott ist barmherzig. Ps 116,5 Halleluja. Johannes hat getauft mit Wasser zur Buße; * der aber nach ihm kommt, ist stärker als er. vgl. Mt 3,11 Halleluja.
Evangelium: Lukas 1,67–79 (III) Lobgesang des Zacharias
Antwortlied: Mit Ernst, o Menschenkinder – EG 10,1–3
Predigt zu Lukas 1,67–79 (III) Lobgesang des Zacharias
Besinnung (Stille oder Musik oder Lied)
Bekenntnis (wie oben)
Sündenbekenntnis (Beichte)
Lasst uns bekennen, dass wir vor Gott und an unseren Mitmenschen schuldig geworden sind. – Wir bitten gemeinsam:
G: Herr, vergib uns.
Wir bekennen dir, Gott, dass unsere Ängste größer waren als das Vertrauen zu dir. Wir bitten dich:
G: Herr, vergib uns.
Wir bekennen dir, Gott, dass uns unser Vorteil wichtiger war als die Sorgen des Nächsten. Wir bitten dich:
G: Herr, vergib uns.
Wir bekennen dir, Gott, dass wir uns dem Willen anderer Menschen gebeugt haben, statt uns nach deinen Geboten zu richten. Wir bitten dich:
G: Herr, vergib uns.
Wir bekennen dir, Gott, dass uns die Klagen über diese Welt bedeutsamer schienen als deine Verheißungen. Wir bitten dich:
G: Herr, vergib uns.
Wir bekennen dir, Gott, dass uns die eigene Zerrissenheit mehr beschäftigt hat als deine heilsame Nähe. Wir bitten dich:
G: Herr, vergib uns. (p)
oder ein anderes Sündenbekenntnis (wie im Anhang)
Frage und Vergebungszuspruch (Absolution)
Ist das auch euer Bekenntnis und begehrt ihr die Vergebung Gottes [um Jesu Christi willen], dann antwortet mit eurem Ja.
G: Ja.
Erkenntnis des Heils ist Gottes Volk verheißen in der Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe. (vgl. Lk 1,77.78) So spricht Christus: „Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.“ (Joh 12,46) – Wir dürfen gewiss sein: Der allmächtige Gott hat sich über uns erbarmt und schenkt uns die Vergebung unserer Schuld um Jesu Christi willen. Was gewesen ist, soll nicht mehr belasten, was kommt, soll uns nicht schrecken. Gottes Gnade ist unseres Lebens Freude und Kraft.
oder
Kraft des Auftrags, den Christus seiner Kirche gegeben hat, sage ich (– berufen zum Dienst am göttlichen Wort –) euch die Gnade Gottes und die Vergebung eurer Sünde zu im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (q)
Insbesondere wenn kein Abendmahl folgt, kann der Vergebungszuspruch durch persönliche Handauflegung und / oder einen Friedensgruß innerhalb der Gemeinde bekräftigt werden.
Friedensgruß
Der Gott der Hoffnung erfülle uns mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass wir immer reicher werden an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. Röm 15,13 [Grüßen wir einander in diesem Frieden.]
* Lied zur Bereitung: Gott, heilger Schöpfer aller Stern – EG 3,1.2.4.5
[ * Betrachtung
Jesus Christus lädt uns ein an seinen Tisch. Er ruft uns zurück in die Gemeinschaft mit Gott. Das will unser Leben prägen, sich auswirken auf unser Zusammenleben als Frauen und Männer, als Alte und Junge, als Zufriedene und Verzweifelte, als Schwache und Starke. Was wir hier erfahren, was uns hier gesagt wird – es weist uns hin auf den einen, der sein Leben gegeben hat, damit wir leben können. (r)
oder
* Gabengebet
Gott der Hoffnung, erneuere in uns die Freude über deine Erlösung und bereite uns zu einem lebendigen Opfer an dich um Jesu Christi willen, unseres Retters und Herrn. (s) ]
* Dialog – Präfation – Sanctus
Der Herr sei mit euch. G: Und mit deinem Geiste.
Erhebet eure Herzen. G: Wir erheben sie zum Herrn.
Lasst uns danksagen und Gott preisen. G: Das ist würdig und recht.
In Wahrheit ist es würdig und recht, /
unser Dienst und unsere Freude, /
+ dir, ewiger Gott, Dank zu sagen:
Denn was wir als das wahre Leben ersehnen, /
+ das holst du ein in der Ankunft deines Sohnes.
Geschieht es auch mancher Erwartung entgegen, /
du bist und bleibst der Barmherzige /
+ für Arme und Hungrige und Geringe.
Darum – mit allen, die unterwegs sind hin zu dir, /
mit den Hoffenden seit Anbeginn der Zeiten, /
mit den Propheten und der großen Schar deiner Engel, /
+ mit ihnen lass auch unsere Stimmen sich vereinen und voll Ehrfurcht rufen: (t)
G: Heilig, heilig, heilig (EG 185.1–3)
* Abendmahlsgebet
Ja, heilig bist du, Gott, mächtig über Himmel und Erde. So sehr hast du die Welt geliebt, dass du deinen eingeborenen Sohn gabst, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Und wie er – Christus – die Seinen geliebt hat, die in der Welt waren, so liebte er auch bis zur Vollendung:
Einsetzungsworte
Sooft wir von diesem Brot essen und von diesem Kelch trinken, erfahren und bezeugen wir das Geheimnis des Glaubens:
G: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir … (EG 189)
So feiern wir das Gedächtnis deines Sohnes und danken dir für die Versöhnung, die du, Gott, durch ihn für uns gestiftet hast. – In seinem Namen bitten wir: Sende deinen Heiligen Geist in unsere Mitte. Lass uns empfangen das Brot des Lebens und den Kelch des Heils, Freundschaft und Verstehen, Leben in Fülle, dein großes Erbarmen. – Mach uns frei von Angst und Verbitterung, frei für alle, die du uns zu Nächsten machst, dass unsere Hände den Frieden aufbauen und unsere Herzen Raum geben der Versöhnung. Lass anbrechen dein Reich und beschleunige die Zeit deiner Zukunft, die neue Schöpfung, wo du uns das Licht bist und alles in allem durch ihn, Christus, unsern Bruder und Herrn. (u)
Vaterunser
* Brotbrechen – Agnus Dei
Der Kelch des Segens, für den wir danken, ist die Gemeinschaft des Blutes Christi. Das Brot, das wir brechen, ist die Gemeinschaft des Leibes Christi. Denn ein Brot ist's: So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben. 1. Kor 10,16.17
G: Christe, du Lamm Gottes (EG 190.2)
* Einladung – Austeilung
* Dankgebet
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. Halleluja.
R: und seine Güte währet ewiglich. Halleluja. (Ps 118,1)
oder
Lobe den Herrn, meine Seele,
R: und was in mir ist, seinen heiligen Namen ... Ps 103,1–4
Gott der Barmherzigkeit, wir haben in diesem heiligen Mahl erfahren, wie gütig du bist. Du befreist uns aus aller Schuld. So lass uns mit großer Erwartung und Freude deinem Sohn entgegengehen, der kommt als der Retter der Welt: Christus Jesus, unser Bruder und Herr. (v)
oder
* Dankgebet mit Fürbitten
Du, unser Gott, kommst uns entgegen auf unseren Wegen. Du bist uns begegnet in deinem befreienden Wort [und deinem stärkenden Mahl]. Wir danken dir für deine Nähe und bitten: Komm allen entgegen, die sich am Ende fühlen: Tröste sie, gib ihnen Menschen, die ihnen nahe sind, lass es wieder hell werden über ihnen. Komm allen entgegen, die das Leben erschöpft hat: Erwecke sie aufs Neue zu Liebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl. Komm allen entgegen, die in ihrer eigenen Welt gefangen sind: Hab noch Geduld mit ihnen, aber lass sie zur Einsicht kommen. Komm allen entgegen, die sich unmenschlich verhalten: Tritt ihnen machtvoll in den Weg und bringe sie dahin, wieder Menschen zu werden, die deinem Bild entsprechen. Gerechter und barmherziger Gott, du rufst uns in deinen Dienst und willst uns zu Boten deines Kommens machen. Wir bitten dich: Komm uns entgegen. (w)
Lied zum Ausgang: Tröstet, tröstet, spricht der Herr – EG 15 in Auswahl
Abkündigungen – Schlussgesang – [ Sendungswort – ] Segen – Nachspiel (wie oben)
Anhang
Eingeständnis – Zusage (alternativ)
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
G: der Himmel und Erde gemacht hat.
Gott will in unser Leben kommen und aufdecken, wie es um uns steht. Gott will uns helfen und zur Freude führen. Doch wir haben sein Kommen vergessen. Wir haben über seinen Ruf hinweggehört. Wir haben uns nicht für ihn bereitet. Bekennen wir unser Versagen, unsere Schuld und bitten miteinander Gott um Gnade: (x)
G: Der allmächtige Gott erbarme sich unser…
So spricht der HERR: Hört mir zu (ihr trotzigen Herzen), die ihr ferne seid von der Gerechtigkeit. Ich habe meine Gerechtigkeit nahegebracht, sie ist nicht ferne und mein Heil säumt nicht. Ich will zu Zion Heil geben und in Israel meine Herrlichkeit. Jes 46,12.13 Wir dürfen gewiss sein: Der barmherzige Gott hat sich uns zugewandt in Jesus Christus, durch den die Macht von Sünde und Tod überwunden ist. Aus seiner Vergebung können wir leben. Was gewesen ist, soll nicht mehr beschweren. Was kommt, muss uns nicht schrecken.
Quellen, Vorlagen, Hinweise
Soweit nicht anders angegeben, sind Bibelverse wörtlich zitiert aus: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung – revidiert 2017, © 2017, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
° Im Unterschied zum Passions-Violett ist in den nordischen sowie in manchen amerikanischen Kirchen (Königs-)Blau als liturgische Farbe im Advent gebräuchlich
[ ] Durch Klammern gekennzeichnete Stücke können entfallen
* Mit einem Stern versehene Stücke entfallen, wenn kein Abendmahl gefeiert wird
a vgl. W. Milstein, Den Gottesdienst beginnen, Göttingen 1999, S. 16
c vgl. Evangelisches Gottesdienstbuch (UEK/VELKD), Bielefeld / Leipzig 2020, S. 801
d vgl. Janet Morley, Preisen will ich Gott, meine Geliebte, Freiburg/B 1989, S. 24
e Quelle derzeit nicht feststellbar
f vgl. Additional Collects – Common Worship (Church of England) London 2004, S. 4
g vgl. Gottesdienstpraxis, Serie A, Bd. I, Gütersloh 1984, S. 23
h vgl. Gottesdienstpraxis, Serie A, Bd. V, Gütersloh 2000, S. 13 (H. Stuber)
i vgl. H. Ch. Knuth (Hg.), Höre uns, Herr, Gütersloh 1982, S. 15
k vgl. Zentrum Verkündigung EKHN, Beratungsstelle, Heft 36, Frankfurt 1982, S. 9
l beim Einzug kann die Bibel mit vorgetragen und zum Altar bzw. Lesepult gebracht werden
m vgl. Württembergisches Gottesdienstbuch I, Stuttgart 2004, S. 354, Nr. 4
n vgl. M. Meyer, Nachdenkliche Gebete im Gottesdienst (Neue Fassung), Göttingen 1996, S. 19
o andere Psalmversionen
Joppich / Reich / Sell, Preisungen, Münsterschwarzach, 4. Auflage 2016, Ps 85, S. 153
Reimpsalter Ausgabe des EG für die Evangelisch-reformierte Kirche, Ps 85
St. Metzger-Frey, Anglikanisches Chorsingen, München 2011, Ps 1
Evangelisches Gottesdienstbuch, Berlin 2000, S. 248
Evangelisches Tagzeitenbuch, 6. Aufl. Göttingen 2020, Nr. 359
p vgl. Württembergisches Gottesdienstbuch I, Stuttgart 2004, S. 403, Nr. 1
q vgl. Württembergisches Gottesdienstbuch I, Stuttgart 2004, S. 354, Nr. 4
r vgl. H. Nitschke (Hg.), Abendmahl, Gütersloh 1977, S. 27 (H. R. Preuß)
s vgl. Anglican Church of Canada, Book of Alternative Services, Toronto 1987, S. 271
t RB
u vgl. H. Oosterhuis, Im Vorübergehn, Herder-Verlag Freiburg, 1969, S. 247
v vgl. Die Feier der Eucharistie (Altkatholisches Bistum), Bonn 2006, S. 11
w vgl. Reformierte Liturgie, Wuppertal 1999, S. 224
x vgl. KB Ritter, Die Eucharistische Feier, Kassel 1961, S. 58
13.12.2026