Texte zu Gottesdiensten
im Kirchenjahr




4. Oktober 2026
In der Regel wird an diesem 1. Sonntag im Oktober das Erntedankfest gefeiert.

18. Sonntag nach Trinitatis (grün) – Das vornehmste Gebot
Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. 1. Joh 4,21

 

Predigtgottesdienst

Vorspiel

Eröffnung (Begrüßung)
Unser Anfang steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, der Bund und Treue hält ewiglich und nicht loslässt das Werk seiner Hände. R: Amen. (a)
Gottesliebe – Nächstenliebe – Selbstliebe – das ist ein Dreiklang, der in der Bibel immer wieder als zentrale Erwartung an den Menschen herausgestellt wird. Es ist die Zusammenfassung aller Gebote. Dem zu folgen, kann manchmal schwer werden. Traditionelles protestantisches Denken betont oft die Unerfüllbarkeit der Gebote Gottes. Unser heutiger Predigttext setzt einen anderen Akzent. (b)

Lied zum Eingang: Zieh ein zu deinen Toren – EG 133,1.2.7.8

Psalmgebet
Votum: Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elend. Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen; denn du erquickst mich damit. (Ps 119,92.93)
Psalm 1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen (EG.E 33 / EG 702)
oder
Votum: Durch die Liebe diene einer dem anderen. Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ (Gal 5,13b.14)
Psalm 119 – Wohl denen, die ohne Tadel leben (EG 748)

Tagesgebet
Beten wir in der Stille zu Gott, der uns zur Gerechtigkeit führen will: – Stille –
Du hast uns gelehrt, Gott des Lebens, dass ohne Liebe unser Tun keinen Wert hat. So sende deinen heiligen Geist und gieße in unsere Herzen die Gabe der Liebe, die alles übertrifft: das Band des Friedens und der Vollkommenheit. Und weil ein Mensch tot wäre, wenn er ohne Liebe ist, darum gewähre sie uns als Geschenk deiner Gnade, um deines Sohnes willen, Jesus Christus, unseres Herrn. (c)
oder
Gott, du hast uns geboten, dich von ganzem Herzen zu lieben und unsern Nächsten wie uns selbst. Hilf uns, so zu leben und uns ganz von deiner Liebe leiten zu lassen durch deinen Sohn Jesus Christus, unsern Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu
Ewigkeit. (d)
oder
Gott, durch deine Weisungen hast du unserem Leben Richtung und Würde gegeben. Gib uns die Freiheit und den Mut, dich von ganzem Herzen zu lieben und unsere Nächsten wie uns selbst. Nimm uns hinein in dein Mühen um diese Welt. Durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schenkt jetzt und allezeit bis in Ewigkeit. (e)

Schriftlesung (Evangelium): Markus 10,17–27 (III) Jesus und der reiche Jüngling
oder (Epistel): Epheser 5,15–20 (IV) Versteht, was der Wille des Herrn ist

Antwortlied: Lass mich, o Herr, in allen Dingen – EG 414,1–4

Predigttext (Altes Testament): 5. Mose 30,11–14 (II) Die Nähe von Gottes Wort

Predigt

Besinnung (Stille oder Musik oder Lied)

Bekenntnis / Lobpreis
Lasst uns Gott loben im Bekenntnis unseres Glaubens:
Apostolisches Glaubensbekenntnis – Ich glaube an Gott, den Vater .... (EG Wü 686)
oder
Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 1. Joh 4,16 So vertrauen wir uns zuversichtlich Gott an:
Bekenntnislied: Liebe, die du mich zum Bilde ... – EG 401,1–4(7)

Fürbitten
Ewiger, allmächtiger Gott. Wir danken dir für deine Zuwendung zu uns Menschen und dein Wort, das uns dem Leben öffnet. Dein Evangelium befreit Menschen aus aller Abhängigkeit. Dein Heiliger Geist bringt Männer und Frauen zum Zeugnis des Glaubens. Dein ewiges Reich bewegt uns auf unserer Wanderschaft zu dir. Dich rufen wir an – R: Herr, erbarme dich.
Weil du ein Gott der Freiheit bist, der die Niedrigen rettet, bitten wir dich für alle, die im Elend leben, die ohne Arbeit, ohne Obdach, ohne Heimat ihr Leben fristen, für die Hungernden, für die Kinder ohne Eltern, für die Alten ohne Familie, für alle, die ausgebeutet werden, damit andere in Wohlstand leben. Dich rufen wir an – R: Herr, erbarme dich.
Weil du ein Gott der Freiheit bist, der die Ratlosen zur Umkehr ruft, bitten wir dich für uns alle, die wir in Glück und Reichtum leben. Lass uns dankbar empfangen, selbstverständlich teilen, großzügig weitergeben. Sei mit denen, die hier und überall Menschen zu helfen suchen. Stärke ihre Kraft. Ermutige sie in Enttäuschungen. Segne ihren Einsatz. Dich rufen wir an – R: Herr, erbarme dich.
Weil du ein Gott der Freiheit bist, der Menschen aus der Macht der Sünde herausreißt, bitten wir dich für alle, die auf bösen Wegen sind, die andere Menschen für eigene Zwecke missbrauchen, die die Schöpfung vergiften, Kriege anzetteln und Menschen foltern. Reiße sie aus aller Verblendung, erweiche ihr steinernes Herz. Dich rufen wir an – R: Herr, erbarme dich.
Weil du ein Gott der Freiheit bist, dessen Wort klar und dessen Wahrheit eindeutig ist, bitten wir dich für die Kirche in aller Welt, dass sie Menschenfurcht und Zukunftsangst überwindet, dass sie deinem Evangelium dient, dass sie dem Ruf in die Buße nicht ausweicht, dass sie sich öffnet für alle, die dich suchen, die Halt brauchen, deren Leben neu werden soll. Dich rufen wir an – R: Herr, erbarme dich.
Ewiger, allmächtiger Gott, du hast uns aus dem Nichts ins Leben gerufen. Du nimmst alle Schuld und Angst von uns und füllst uns mit deiner Kraft. Du führst uns durch Glück und Leid, durch Kreuz und Tod in dein Reich. Dir, dem einzigen Gott, in deiner Macht gewaltig und in deiner Gnade unermesslich, sei Ruhm, Ehre und Anbetung, jetzt und immerdar und in Ewigkeit. (f)

Vaterunser

Lied zum Ausgang: Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehn – EG.E 30,1–4 / EG Wü 655,1–4

Abkündigungen – Friedensbitte: Verleih uns Frieden gnädiglich – EG 421

[ Sendungswort
Seid niemand etwas schuldig, außer, dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den anderen liebt, der hat das Gesetz erfüllt. Röm 13,8 ]

Segen – Nachspiel

 

entfalteter Wort- bzw. Abendmahlsgottesdienst (Form der Messe)

Vorspiel (g) – Eröffnung (wie oben)

Lied zum Eingang: Zieh ein zu deinen Toren – EG 133,1.2.7.8

Eingeständnis und Zusage
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, G: der Himmel und Erde gemacht hat. Wir haben unsere Tage verbracht, ohne Gott zu ehren. Wir haben Entscheidungen gefällt, ohne nach seinem Willen zu fragen. Wir waren in Not, ohne Gottes Trost zu suchen. Wir haben unsere Gaben und Güter gebraucht, ohne unseren Nächsten zu dienen. (h) G: Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er vergebe uns unsre Sünde und führe uns zum ewigen Leben. (oder in anderer Form) Christus spricht: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. Joh 8,31b.32 Wir dürfen gewiss sein: Der barmherzige Gott hat sich uns zugewandt in Jesus Christus, durch den die Macht von Angst, Sünde und Tod überwunden ist. Aus seiner Vergebung können wir leben. Was gewesen ist, soll nicht mehr beschweren, was kommt muss uns nicht schrecken. Gottes Gnade ist unseres Lebens Freude und Kraft. (i) (oder in anderer Form)

[ stattdessen, wenn später Beichte und Absolution folgen:
Gebet um das Wirken des Geistes
Gott, allmächtig und barmherzig. Dir liegen alle Herzen offen. Dir sind alle Wünsche bekannt und kein Geheimnis bleibt vor dir verborgen. Reinige uns Sinne und Gedanken durch das Wirken deines Geistes, dass wir in Glaube und Liebe deinen Namen würdig verherrlichen durch Jesus Christus, unsern Herrn. R: Amen (k) ]

Kyrie (EG 178.1–14) – Gloria (EG 180.1–4) (l) oder Bitte und Lob (l)
Obwohl wir glauben, dass wir selber von Gottes Vergebung und Großherzigkeit leben, sind wir kleinlich und rechnen anderen ihre Fehler vor; nur selten sind wir bereit, ihnen eine neue Chance zu geben. – Gott ändere uns, so bitten wir um sein Erbarmen.
Kyrie-Ruf
In seiner Barmherzigkeit nehme Gott uns die Angst, durch Nachsicht und Entgegenkommen unser Gesicht zu verlieren. Er lehre uns, mehr als unsere engen Grundsätze die Weite und das Glück der Versöhnung zu schätzen. (Ihm sei alle Ehre): (m)
Gloria-Gesang oder Lobpreis der Hoffnung (l)
Du bist meine Zuversicht, Herr, mein Gott, R: meine Hoffnung von meiner Jugend an. (Ps 71,5) Gott des Lebens, nimm dein Licht nicht von uns. Gott des Lebens, setze deiner Freude in uns keine Grenzen. Gott des Lebens, schließe nicht deine Tür vor uns. Gott des Lebens, verwehre uns deine Gnade nicht – Stille – Du, Gott des Lebens, R: Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke mein Licht: Christus, meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht’ mich nicht. (EG Wü 576) Gott des Lebens, die Ewigkeit kann dich nicht fassen und unsere beschränkten Worte können die Größe deiner Güte nicht einfangen. Dennoch: Komm in unsere bekümmerten Herzen. Komm du zu uns in der Stille nahe und richte uns auf. – Stille – Du, Gott des Lebens, R: Meine Hoffnung und meine Freude... [ Gott des Lebens, schenke uns deine Vergebung für unsere sorglosen Gedanken, für unsere unbedachten Taten, für unsere leeren Worte und alles Reden, mit dem wir andere verletzt haben: – Stille – Du, Gott des Lebens, R: Meine Hoffnung und meine Freude... ] Gott des Lebens, führe uns hinaus über unser Versagen durch falsches Verlangen, durch unser verkehrtes Tun, wo es von Hass erfüllt ist, durch unsere Verschwendung deiner Gaben, durch unsere Versäumnisse, weil wir uns nicht gekümmert haben: – Stille – Du, Gott des Lebens, R: Meine Hoffnung und meine Freude... Christus, du voller Liebe, gehängt an den Baum des Kreuzes und doch auferstanden am Ostermorgen, vertreibe die Sünde aus unseren Herzen wie den Nebel von den Bergen, gründe neu, was wir vorhaben und tun, fülle mit Sinn, was wir sagen, und befreie uns, wer wir auch sind. – Stille – Du, Gott des Lebens, (n) R: Meine Hoffnung und meine Freude... oder Entfaltetes Kyrie (l)
Unter den vielen Stimmen, die wir hören – wo ist deine Stimme, Geist der Wahrheit? Unter den vielen Bildern, die wir sehen – worin blickst du uns an, Abbild des Vaters? Unter den vielen Wegen, die wir gehen – auf welchen begegnest du uns, Gott der Liebe? – Wir rufen dich an: R: Kyrie eleison. Kyrie eleison. Kyrie eleison. (EG 178.9) Was du uns mit deiner Liebe gewährst, lässt uns deine Gnade erfahren. Was du in deiner Liebe mit uns vorhast, künden deine Gebote. Was du durch deine Liebe von uns forderst, zeigen uns Menschen in Not. – Wir rufen dich an: R: Kyrie eleison. Kyrie eleison. Kyrie eleison. (EG 178.9) Hilf uns, deine Stimme zu hören: nicht als einengende Vorschrift, sondern als befreiende Weisung; nicht als toter Buchstabe, sondern als lebendiges Wort; nicht als herrischer Befehl, sondern als helfender Trost. – Wir rufen dich an: (o) R: Kyrie eleison. Kyrie eleison. Kyrie eleison. (EG 178.9)

Tagesgebet (wie oben)

Lesung (Altes Testament): 5. Mose 30,11–14 (II) Die Nähe von Gottes Wort

Graduale: Psalm 1,1–3 – Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen (aus EG.E 33) (p)
oder Psalm 119Wohl denen, die ohne Tadel leben (EG 748)

Epistel: Epheser 5,15–20 (IV) Versteht, was der Wille des Herrn ist

Halleluja
Halleluja. Der Herr ist denen Freund, die ihn fürchten, * und seinen Bund lässt er sie wissen. Ps 25,14 Halleluja. Dies Gebot haben wir von ihm, * dass wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. 1. Joh 4,21 Halleluja.

Evangelium: Markus 10,17–27 (III) Jesus und der reiche Jüngling

Lied der Woche: Lass mich, o Herr, in allen Dingen – EG 414,1–4

Predigt zu 5. Mose 30,11–14 (II) Die Nähe von Gottes Wort

Besinnung (Stille oder Musik oder Lied)

Bekenntnis – Fürbitten (wie oben)

hier können Beichte und Absolution folgen (s. Anhang)

Friedensgruß
Der Friede Christi, zu dem wir berufen sind in einem Leibe, regiere in unseren Herzen (und seien wir dankbar). Wenden wir uns einander zu mit einem Zeichen solchen Friedens. Kol 3,15

* Lied zur Bereitung: Aller Augen warten auf dich – EG 461 oder Herz und Herz, vereint zusammen (EG 251,1.6.7)

[ *Bereitung / Gabengebet
Gütiger Gott, Schöpfer und Bewahrer der Welt: Wir danken dir für alles, was du uns schenkst und anvertraust. Dein ist alles, was wir sind und haben. Von dir haben wir auch dieses Brot und diesen Wein. Wir danken dir für die Gaben deiner Liebe, durch die du uns Anteil gibst an Jesus Christus, unserm Bruder und Herrn. (q) ]

Dialog – Präfation – Sanctus Der Herr sei mit euch. G: Und mit deinem Geiste. Erhebet eure Herzen. G: Wir erheben sie zum Herrn. Lasst uns danksagen und Gott preisen. G: Das ist würdig und recht. In Wahrheit ist es würdig und recht, /
unser Dienst und unsere Freude, /
+ dass wir dir, ewiger Gott, und deiner Gnade danken.
Denn durch deinen Sohn Jesus Christus /
+ hast du der ganzen Welt dein Heil eröffnet:
Er kam, um zu dienen und sein Leben hinzugeben; /
alle unsere Last hat er getragen, /
+ damit wir frei würden, seiner Liebe zu leben.
Darum singen wir dir inmitten deiner ganzen Schöpfung, /
darum stehen in der Schar deiner Zeugen seit Anbeginn der Welt, /
darum stimmen ein in das Lob, das Himmel und Erde verbindet /
+ und bekennen mit allen deinen Engeln ohne Ende: (r) G: Heilig, heilig, heilig (EG 185.1–3)

* Abendmahlsgebet
Gott, heilig und ewig, deiner Liebe können wir glauben, weil Jesus von Nazareth sie unter uns gelebt hat. Durch und durch frei, sah er sich gehalten von dir und war darum so befreiend für die Menschen. Dass unser Glaube stark werde und unsere Hoffnung nicht verkümmere und unsere Liebe lebendig bleibe, gab er uns das Zeichen seiner Nähe: Einsetzungsworte Sooft wir von diesem Brot essen und von diesem Kelch trinken, erfahren und bezeugen wir das Geheimnis des Glaubens: G: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir (EG 189) So feiern wir das Gedächtnis deines Sohnes, der gelebt hat, was wir Menschen sein könnten, der seine Liebe glaubhaft bezeugt hat bis in den Tod, dem du treu geblieben bist durch alles Scheitern hindurch. – Zu seinem Gedächtnis versammelt, erbitten wir den Geist Jesu, dass wir empfangen, was wir nötig haben: das Brot des wahren Lebens und den Kelch von Versöhnung und Heil. Hilf, dass wir frei werden, miteinander zu teilen, was wir sind und haben, und immer neu zurückkehren zur Liebe. – Vor dir, Gott der Güte und der Treue, denken wir an alle, die mit uns auf dem Weg sind in deine Zukunft. Führe uns mit allen Vollendeten hin zu deinem Reich, wo du uns das Licht bist und alles in allem und wir dich loben und preisen durch Christus auf immer und ewig. (s)

Vaterunser

* Brotbrechen – Agnus Dei
Der Kelch des Segens, für den wir danken, ist die Gemeinschaft des Blutes Christi. Das Brot, das wir brechen, ist die Gemeinschaft des Leibes Christi. Denn ein Brot ist's: So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben. nach 1. Kor 10,16.17 G: Christe, du Lamm Gottes (EG 190.2)

* Einladung – Austeilung

* Dankgebet
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. Halleluja. R: und seine Güte währet ewiglich. Halleluja. (Ps 118,1) oder
Lobe den Herrn, meine Seele, R: und was in mir ist, seinen heiligen Namen ... (Ps 103,1–4) Wir danken dir, allmächtiger Gott, dass du uns durch diese heilsame Gabe erquickt hast, und bitten dich: Lass sie in uns wirksam werden zu starkem Glauben an dich und zu herzlicher Liebe unter uns allen. Durch Jesus Christus, unsern Bruder und Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. (t)

Lied zum Ausgang: Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehn – EG Wü 655,1–4 / EG.E 30

Abkündigungen – Friedensbitte – [ Sendungswort – ] Segen – Nachspiel (wie oben)

 

Anhang

Beichte und Absolution (ggf. nach den Fürbitten, vor dem Friedensgruß)
Lasst uns vor Gott unsere Schuld bedenken. Er hat uns geboten, ihn über alle Dinge zu fürchten und zu lieben und ihm allein zu vertrauen. So lasst uns bedenken, wo wir nach unserem eigenen Willen leben und nicht auf Gottes Gebote hören, wo wir das Vertrauen mehr auf uns selbst oder auf Menschen und Mächte setzen als auf Gott. Bekennen wir unseren Ungehorsam und unseren Mangel an Vertrauen zu Gott. – Gott hat uns geboten unsern Nächsten zu lieben wie uns selbst. – So lasst uns bedenken, wo wir unsern Nächsten vergessen und übergangen haben, wo wir auf Kosten und zum Schaden anderer gelebt haben, wo wir hart und unversöhnlich waren und zur Vergebung nicht bereit. Bekennen wir unseren Mangel an Liebe und bitten miteinander um Gottes Gnade: (u) G: Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er vergebe uns unsere Sünde und führe uns zum ewigen Leben. Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort der Versöhnung. 2. Kor 5,19 Seid gewiss: Gott ist barmherzig und vergibt uns durch Jesus Christus Sünde und Schuld. Was gewesen ist, soll nicht mehr belasten. Was kommt, muss uns nicht schrecken. Gottes Gnade ist unseres Lebens Freude und Kraft. Berufen zum Dienst der Verkündigung, beauftragt von unserem Herrn Jesus Christus, sage ich euch diese Vergebung zu: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (v)

 

Quellen und Vorlagen

Soweit nicht anders angegeben sind Bibelverse wörtlich zitiert aus: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung – revidiert 2017, © 2017, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart [ ] durch Klammern gekennzeichnete Stücke können entfallen * durch einen Stern gekennzeichnete Stücke entfallen, wenn kein Abendmahl gefeiert wird (sprachlich) verändert a Eröffnung in reformierten Liturgien b RB nach verschiedenen Vorlagen c vgl. (The First) Book of Common Prayer, 1549 – ∆ d vgl. Evangelisches Tagzeitenbuch (EMB), 4. Aufl., Göttingen 1998, Nr. 83 e Quelle derzeit nicht feststellbar f vgl. M. Josuttis, Erleuchte uns mit deinem Licht, Gütersloh 2009, S. 212 f – ∆ g beim Einzug kann die Bibel mit vorgetragen und zum Altar bzw. Lesepult gebracht werden h vgl. Kirchenagende der Evangelischen Kirche der Pfalz, Speyer 2006, S. 769 i vgl. Württembergisches Gottesdienstbuch I, Stuttgart 2004, S. 353 unten Nr. 2 k vgl. Evangelisches Tagzeitenbuch (EMB), 4. Aufl., Göttingen 1998 Nr. 162.4 l Zur Abwechslung im Anrufungsteil wird für die Trinitatis-Zeit angeregt, Kyrie und Gloria durch Formen des Lobpreises aus verschiedenen Traditionen der Ökumene zu ersetzen. m Quelle derzeit nicht feststellbar n vgl. Iona-Community, hier und überall, Hamburg / Frankfurt, 2004, S. 13 o Quelle derzeit nicht feststellbar p andere Psalmversionen: Evangelisches Gottesdienstbuch, Berlin 2000, S. 384 (Ps 122 i.A.), Reimpsalter Ausgabe des EG für die Evangelisch-reformierte Kirche, Ps 1 Joppich/Reich/Sell, Preisungen, Münsterschwarzach 1998, Ps 1 St. Metzger-Frey, Anglikanisches Chorsingen, München 2011, Ps 1 Evangelisches Tagzeitenbuch, 5. / 6. Aufl. Göttingen 2005 / 2020, Nr. 747 q vgl. Württembergisches Gottesdienstbuch I, Stuttgart 2004, S. 415 r RB s vgl. Urs Eigenmann (Hg), Hochgebete, Luzern 1996, S. 113 ff t nach M. Luther – vgl. Lutherische Agende I, Hamburg 1969, S. 78* – ∆ u vgl. Ergänzungsband zum Württembergischen Gottesdienstbuch, Stuttgart 2005, S. 234 v vgl. Württembergisches Gottesdienstbuch I (OKR), Stuttgart 2004, S. 354 Nr. 4


18. Sonntag nach Trinitatis (II)

04.10.2026