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Wochengottesdienste in der 3. Woche nach Epiphanias


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Eröffnung: Herr, bleibe bei uns (EG Wü 781.1)


Lichtentzündung   - von einer hereingetragenen Kerze aus


Lied:  Es wolle Gott uns gnädig sein (EG 280,1-3)


[ Benediktion über dem Licht (a)

Der Herr sei mit euch                             G: und mit deinem Geist

Lasst uns danksagen und Gott preisen   G: Das ist würdig und recht.

Gepriesen seist du, Gott, ewige Güte, /
Grund alles Lebens, König der Welt, /
+  du unsere Zuversicht, du Hoffnung Davids.
Du hast uns erfreut, ja unsere Freude groß gemacht; /
denn du hast die Rettung gesandt: /
+  Christus, das Kind des Friedens aus ewigem Rat.
Geboren von Maria in Davids Stadt, /
verkündet den Armen in der Nacht, /
geglaubt bis an die Enden der Erde /
+  ist er erschienen als unbesiegbare Sonne deiner Gerechtigkeit.
So überwindet und zerstört er unsre Finsternis /
+  und bestärkt uns in der Freiheit deiner Kinder.
Alle Ehre gebührt dir, Gott, in der Höhe /
+  durch ihn, Christus, den Sohn deiner Gnade.
Sei gepriesen in der Liebe seines Geistes /
+  an diesem Abend, wie für immer und ewig. R: Amen. (T 190.9)   ]


Psalmgebet

So Spruch   Lk 13,29 - Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
Psalm
  9
5 - Kommt herzu, lasst uns dem HERRN frohlocken  (€81 // 100  T 450)

Mo Psalm 86  - HERR, neige deine Ohren und erhöre mich (€ 75 | T 460)

Di Psalm 139 B  - HERR, du hast meine Nieren bereitet (€109 // 45 T 452)

Mi Psalm 86 - HERR, neige deine Ohren und erhöre mich (€ 75 / T 460)

Do Psalm 27 - Der HERR ist mein Licht und mein Heil  (€ 43 // 99 T 454)

Fr Psalm 86 - HERR, neige deine Ohren und erhöre mich (€ 75 / T 460)

Sa Psalm 25 - Nach dir, HERR, verlangt mich (€ 42 // 110 T 456)


Lesung

So 2. Kön 5, (1-8)9-15(16.18)19a - nun weiß ich, dass kein Gott ist außer in Israel 

         Röm 1,13-17 - das Evangelium eine Kraft Gottes, die selig macht, die glauben, 

Mat  8,5-13 - solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! 

Mo Apg 16,9-15 - als Lydia mit ihrem Hause getauft war  ...

Di Röm 15,7-13 - die Heiden Gott die Ehre geben um der Barmherzigkeit willen 

Mi Joh 4,27-30.39-43 - wir haben erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland

Do Apg 13,42-52 - so wenden wir uns zu den Heiden 

Fr Kol 1,(21-23)24-29 - Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit 

Sa Off 15,1-4 - Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! 


Antwortgesang:  Ich suche dich, Herr, von ganzem Herzen (EG Wü 780.5 )


Betrachtung 

So Heinrich Böll (1917-1985), Schriftsteller in Köln
Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorzie-hen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache, und mehr noch als Raum für sie: Liebe, für die, die der heidnischen Welt nutzlos erschienen und erscheinen. Ich glaube an Christus, und ich glaube, dass 800 Millionen Christen auf dieser Erde das Antlitz der Erde verändern könnten, und ich empfehle es der Nachdenklichkeit und der Vorstellungskraft der Zeitgenossen, sich eine Welt vorzustellen, auf der es Chri-sten nicht gegeben hätte.
in: K. Ihlenfeld, Te Deum heute, Witten und Berlin 1965. S. 393

Mo Ökumenisches Heiligenlexikon über Lydia:
Lydia war Purpurhändlerin in Philippi, wo in den Ausgrabungen die Agora zu sehen ist. Sie war eine gottesfürchtige Frau, also eine, die nicht jüdischer Herkunft war, aber Interesse am monotheistischen jüdischen Glauben hatte, die Synagoge besuchte und der jüdischen Gemeinde nahestand; somit war sie also offen für die Botschaft von Paulus und nahm deshalb ihn und Silas in ihrem Haus auf (Apostelgeschichte 16, 14 - 15); demnach war sie also Haushaltsvorstand, Witwe oder eine unabhängige Ge-schäftsfrau. Lydias Geburtsort Thyatira war in der Antike bekannt als Gewinnungsort von minderwertigerem Purpur, der deshalb nicht wie der höherwertige dem Kaiser vorbehalten war. Lydia bekehrte sich mit ihrer Familie zum Christentum und wurde von Paulus am Bach vor den Toren der Stadt getauft - das war die erste im Neuen Testament berichtete Taufe in Europa. In ihrem Haus versammelte sich dann die Chri-stengemeinde von Philippi. Nachdem man Paulus in Philippi ins Gefängnis geworfen, aber am nächsten Morgen wieder frei gelassen hatte, kehrten er und Silas noch einmal bei Lydia ein, um sich zu verabschieden (Apostelgeschichte 16, 40). In dem später von Paulus' verfassten Brief an die Philipper erwähnte er Lydia nicht, vielleicht, weil sie sich als Händlerin nur kurzfristig in Philippi aufgehalten hat. In den Orthodoxen Kirchen wurde Lydia große Verehrung zuteil, sie wird als apostelgleich bezeichnet und auf zahlreichen Ikonen dargestellt.
 
www.heiligenlexikon.de/BiographienL /Lydia_von_Philippi.html


Di Paul Tillich (1886-1965), Theologieprofessor (ev.) in Chicago
Ewige Freude ist das Ende aller Wege zu Gott. Die Botschaft vieler Religionen ist, dass das Reich Gottes Friede und Freude ist. Es ist auch die Botschaft des Christen-tums. Aber ewige Freude gewinnen wir nicht, wenn wir an der Oberfläche leben. Son-dern wir erreichen sie, wenn wir hindurchbrechen durch die Oberfläche und eindrin-gen in die tiefen Schichten unseres Selbst, unserer Welt und Gottes. Der Augenblick, in dem wir die letzte Tiefe unseres Lebens erreichen, ist der Augenblick, in dem wir die Freude erfahren, die Ewigkeit in sich hat, die Hoffnung, die nicht zerstört werden kann, und die Wahrheit, auf die Leben und Tod gebaut sind. Denn in der Tiefe ist Wahrheit, und in der Tiefe ist Hoffnung, und in der Tiefe ist Freude.
P. Tillich, Religiöse Reden, Berlin / New Yorck, 1987, S. 61


Mi 6. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen, in Vancouver 1983  - „Jesus Christus – das Leben der Welt“
Im Leben Jesu begegnen wir dem Leben Gottes selbst von Angesicht zu Angesicht. Er teilt unser Leben, erfuhr wie wir Geburt und Kindheit, Müdigkeit, Lachen und Tränen. Er teilte Brot mit den Hungrigen, Liebe mit
den Ausgestoßenen, Heilung mit den Kranken, Vergebung mit den Bußfertigen. Er lebte in Solidarität mit den Armen und Unterdrückten und gab schließlich sein Leben für andere hin. Im Geheimnis der Eu-charistie bevollmächtigt uns der auferstandene Herr, diesen Weg des Gebens und Em-pfangens zu gehen. „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, so bringt es viel Frucht.“ (Joh 12,24) Nur die umwandel-nde Kraft des Heiligen Geistes ermöglicht es, dass dieses Leben in uns Gestalt ge-winnt. Eine solche Verwandlung kostet einen hohen Preis und bedeutet, dass wir auf unserer langen Pilgerfahrt zum Reich Gottes bereit sind, selbst das Risiko des Todes auf uns zunehmen.
Bericht aus Vancouver 83, Frankfurt/M. 1983, S. 10


Do Reinhard Mumm (1916-1986), Oberkirchenrat (ev),

Ältester der Evangelischen Michaelsbruderschaft
Eindeutig ist im Evangelium, dass Jesu Auftrag nicht an den Grenzen des jüdischen Volkes endet. Aus dieser Wegweisung des Evangeliums ist die Mission hervorgegan-gen, der Auftrag, die Botschaft von Christus zu tragen, sie zu Jüngern Jesu zu machen, indem sie das Heilszeichen der Taufe empfangen. Aus dem opferbereiten Dienst der Apostel und Missionare ist die weltweite Christenheit erwachsen, die Kirche in allen Erdteilen, die Ökumene, wie wir heute sagen. Sie überschreitet nicht nur die Grenzen der Nationen und Sprachen, der Rassen und der Staaten, sondern auch die Grenzen so-zialer Unterschiede. In jeder Hinsicht werden sie von überall herkommen, die Männer und die Frauen, die Alten und die Jungen, die Reichen und die Armen, die Gesunden und die Kranken, die Gelehrten und die Analphabeten.
R. Mumm, Siehe, dein König kommt zu dir, Kassel 1982, S. 33f


Fr Willy Beppler (1933-2009) Theologe (kath.) und Künstler in Trier
Wir glauben an Gott, den himmlischen Vater, den Schöpfer der Welt, der uns er-schaffen hat, damit wir Leben erhalten, Frieden entwickeln und Sorge tragen für den Bestand der Erde, weil die Menschen in diese Welt zusammengehören in Gleichheit und Gerechtigkeit. / Wir glauben an Jesus Christus, unsern Herrn, geboren als Mensch in Israel von Maria, erwählt, in seinem Leben die Nähe Gottes zu bezeugen. Er ver-kündigte den Gefangenen Freiheit, den Blinden, dass sie sehen, den Unterdrückten und Armen Befreiung. Er litt, wurde gefoltert und getötet am Kreuz mit Gewalt von den Mächtigen unter Pontius Pilatus. Auferweckt zum Leben und zur Hoffnung für alle. / Wir glauben an den Heiligen Geist, die Kraft des neuen Lebens in Jesus Chri-stus, der auch uns und alle Verhältnisse ändert, der uns reich macht im Glauben und der uns sendet mit dem Ziel, allen Menschen Hoffnung zu bringen auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.

in: W. Brinkel, Dem Leben auf der Spur, Gütersloh 1998 ,18.6


Sa Werner Milstein (* 1955) Pfarrer (ev.) in Rahden / Westfalen 

Gott kommt zur Welt, in Armut wird er geboren und auf seinem Weg liegt ein schwe-rer Schatten. Und dennoch: Über dem Stall steht ein Stern. Gott zeigt sich in seiner Herrlichkeit, sein Licht geht auf über uns.
Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
Er ist der Herr der Welt, der Herrscher der Völker, er ist König von Anfang an, und er bleibt es bis zum Ende aller Zeit, von der es heißt:
Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von 

Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
W. Milstein, Den Gottesdienst beginnen, Göttingen 1999, S. 31  


[  Stille ]


Loblied 

So EG 293,1.2 - Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all 

Mo EG 74,1-4 - Du Morgenstern, du Licht vom Lichte  

Di EG 265,1-5 - Nun singe Lob, du Christenheit  

Mi EG 410,1-4 - Christus, das Licht der Welt 

Do EG 260,1.2 - Gleich wie mich mein Vater gesandt hat 

Fr EG 250 in Auswahl -  Ich lobe dich von ganzer Seelen  

Sa € 13,1-4 - In Christus gilt nicht Ost noch West  


Canticum (Lobgesang der Maria)

Leitvers: Christus, unsern Heiland, ewigen Gott, Marien Sohn, preisen wir in Ewigkeit.

Magnificat: Meine Seele erhebt den Herren (EG Wü 781.6)


Fürbitten

Sonntag

Ewiger Gott, du Hüter allen Lebens. Du willst nicht, dass auch nur eines von uns verloren-gehe und unsere Welt ohne Hoffnung bleibe. Du machst uns in der Aufer­weckung Jesu deiner guten Zukunft gewiss. Wir bitten um deine Nähe und rufen dich an - R: Kyrie eleison.

Wir bitten für deine weltweite Kirche: Schenke der Verkündigung des Evan­geliums Raum und offene Herzen in allen Ländern und Kulturen. Er­wecke Verstehen und Liebe unter den Christen, besonders, wo wir im Be­greifen der Wahrheit noch nicht eins sind. - Wir rufen dich an -R: Kyrie eleison.

Wir bitten für alle, die Einfluss haben in Staat und Gesellschaft : Gib Berei­t­schaft zum Frie-den und zur Versöhnung zwischen Gruppen und Völkern. Mach uns fähig, die Reichtümer unserer Erde  zu nutzen, um uns gegensei­tig zu fördern und dem Hungern in der Welt zu wehren. - Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison.

Wir bitten dich angesichts unserer gegenwärtigen Fähigkeiten und Gefah­ren: Lehre uns dei-nen Willen erkennen in den Wirrnissen dieser Welt und unseres eigenen Le­bens. Lass wis-senschaftliche Forschung und technische Entwicklung geschehen in Verantwortung für die ganze Schöpfung, jetzt und in Zukunft. - Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison. Montag

Du Gott aller Zeiten, wir preisen dich. Am Anfang der Zeit hast du die Welt ge­schaf­fen und durch dein Wort das Licht gesandt, das die Finsternis weicht. Als An­fang der neuen Schö-pfung hast du Jesus zu uns kommen lassen. Als Licht der Welt vertreibt er Furcht und Ver -zweiflung und leitet hin zu gerechtem Frieden. Wir rufen dich an -  R: Kyrie eleison

Besonders danken wir (heute)

o  für die schöne Ordnung deiner ganzen Schöpfung,

o  für dies irdische Leben, das Jesus mit uns teilte,

o  für die Verheißung, dass Völker in Frieden und Gleichberechtigung zusam­menwohnen können,

o  für die Kirche als Zeichen deines kommenden Reiches.Wir rufen dich an - 

R: Kyrie eleison

Du, Gott, gewaltig in deinem Wirken. Bereite die Welt vor auf dein kom­mendes Reich. Denn wir sehnen uns nach dem Tag, an dem das Weinen und die Tränen aufhören, weil es keinen Tod und kein Leid mehr gibt. Hilf uns, in dieser Hoffnung mitzutragen am Leiden dieser Welt. - Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison

Besonders bitten wir (heute)

o  für das friedliche Zusammenleben der Nationen,

o  für die Opfer von Gewalt und Ausbeutung,

o  für die Kranken und Gekränkten,

o  für die Alleinlebenden und Familien in unserem Freundeskreis,

o  für alle, die in kirchlichen und weltlichen Berufen den Menschen dienen.

Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison DP 295

Dienstag

Jesus Christus, als Knecht Gottes in unsere Welt gekommen. Du hast unser Leben geteilt und Gottes Treue und Zuwendung zu den Menschen in Worten und Taten bezeugt. - Dich rufen wir an - R: Kyrie eleison 

Du rufst die Mühseligen und Beladenen zu dir. Du bist behutsam mit den Angeschlagenen. Du öffnest Blinden die Augen und Tauben das Ohr und Bittergewordenen das Herz. Du willst die Gebundenen in die Freiheit führen. Du sprichst die Schuldigen frei. - Dich rufen wir an: -

R: Kyrie eleison 

Alle, die dir folgen möchten, heißt du willkommen und nimmst sie in Dienst, damit das helle Licht der Güte Gottes in unserer Welt leuchten kann. Entzünde uns mit deiner Liebe. - Dich rufen wir an - R: Kyrie eleison

Im Geist deiner Liebe vertrauen wir dir alle an: Menschen mit ihrer Sehnsucht und ihrer Zuversicht; Menschen voller Zweifeln und erfüllt von unbeirrbarem Mut; Menschen in ihrer Schwachheit und in ihrem Kampf gegen das Böse. Wir legen sie dir in die Hände mit allem, was sie bewegt, und bitten, dass du sie birgst auf ihren Wegen durch die Zeit und du sie bewahrst vor dem Bösen und du sie befreist aus Elend und Not und du sie zur Vollendung führst. Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison 

Und uns erfülle mit wachsendem Glauben an dich. lass bei unseren Worten dein Lob hin-durchklingen. Und durch unsere Gesten werde dir Dank erwiesen. Und in unseren Taten soll die Hoffnung mitschwingen. Das ist unsere Zuversicht, dass du uns ins Leben leitest. Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison 

Mittwoch

Wir danken dir, Gott, dass deine Liebe uns eint. Wir danken dir für die Menschen, die du uns anvertraust. Wir danken dir, dass wir einander dienen können. Heilige unsere Liebe. Wir bitten und rufen - R:  Erneure uns durch deinen Geist.

Hilf, dass wir einander den Weg weisen, dass wir einander deine Wahrheit bezeu­gen, dass wir einander befreien. Lass unsere Liebe ein Zeugnis sein, das deinen Namen verkündet. Wir bitten und rufen -  R:  Erneure uns durch deinen Geist.

Du sendest uns zu einem jeden Menschen, den du zu unserem Nächsten machst. Gib uns füreinander den Blick der Liebe, das rechte Wort, die he­l­fende Tat. Hilf uns einander zu geben, was wir nötig haben. Wir bitten und rufen -  R:  Erneure uns durch deinen Geist.

Wir bitten dich für unsere Kinder, für alle, die uns verwandt und vertraut sind; für die Nahen und die Fernen, die unserem Herzen lieb und teuer sind; für alle auch, mit denen wir uns schwertun im Verstehen und im Umgang. Wir bitten und rufen - 

R:  Erneure uns durch deinen Geist.

Donnerstag

Im Vertrauen, dass Gott sein Volk erlöst hat, dass Christus seine Kirche liebt, dass Gottes Geist in ihr gegenwärtig ist und sie in die Wahrheit leitet - rufen wir zu Gott  

R:  Komm deinem Volk zu Hilfe.

Richte unser Denken und Fühlen auf das, was wahr und heilig ist. - lass uns deine großen Taten fröhlich feiern und verkündigen. Wir rufen - R:  Komm deinem Volk zu Hilfe.

Sende Arbeiter in deine Ernte, damit alle Menschen zum Glauben an Chri­stus ver­sammelt werden.- Denen, die in der Kirche zu besonderen Aufga­ben berufen sind, gib Sachverstand, Autorität und Phantasie. Wir rufen - R:  Komm deinem Volk zu Hilfe.

Führe zur Gemeinschaft des Glaubens zurück, die sich von dir abgewandt haben. Rufe die Sünder zur Umkehr. - Lass uns verbunden bleiben mit de­nen, die uns durch den Tod zur himmlischen Vollendung vorangegangen sind. Wir rufen - R:  Komm deinem Volk zu Hilfe.

Freitag

Herr, du führst uns in Tiefen und ersparst uns nicht die Not. Du lässt uns den Weg des Lei-dens gehen. Lass uns nicht ausschauen nach trügenden Zie­len. Lass uns mit deinem Sohn den Weg des Gehorsams gehen. So wirst du uns helfen und deine Gnade wird unser Trost sein. Dich rufen wir an - R: Herr erbarme dich.

Wir bitten Dich für alle, die um deines Namens willen Kreuz und Trübsal tragen, für die Versuchten und Angefochtenen. Dich rufen wir an -  R: Herr erbarme dich.

Wir bitten dich für alle, die unter der Last ihres Lebens leiden, für die Kran­ken und Sterben-den, für die Einsamen, Verlassenen und Verzagten, für die Bedrückten, Heimatlosen und Entrechteten. Dich rufen wir an -  R: Herr erbarme dich.

Zeige ihnen allen das Heil im Kreuz deines Sohnes und schenke ihnen dei­nen Frieden. Dich rufen wir an -  R: Herr erbarme dich.

Samstag

Lasst uns beten zu Gott, dem Schöpfer allen Lebens: für Menschen in der Vielfalt der Reli-gionen unserer Welt - dass sie lernen, einander besser zu verstehen und sich verantwortlich wissen für die Zukunft unserer Erde - lasst uns Gott anrufen - R: Kyrie eleison. 

Für alle, die in Technik und Wissenschaft tätig sind, dass ihre Arbeit nicht der Zerstörung, sondern der Erhaltung des Lebens diene und allen Menschen zugute komme - lasst uns Gott anrufen - R: Kyrie eleison.

Für alle, die in Politik und Wirtschaft Leitungsaufgaben haben, dass sie ihre Kraft und Energie aufwenden und ihre Möglichkeiten zur Geltung bringen, der Welt den Frieden und allen Geschöpfen ein erträgliches Leben zu schaffen und zu erhalten - lasst uns Gott anrufen:

R: Kyrie eleison.

Für das werdende Leben und seinen Schutz; für die Neugeborenen und alle, die sich darüber freuen; für das gefährdete, bedrohte und verletzte Leben und alle, die sich darum sorgen; für die Kranken  und alle, die sich ihrer annehmen; für die Verstorbenen und alle, die um sie trauern - lasst uns Gott anrufen - R: Kyrie eleison. 

Für uns alle, dass Gottes Treue uns durch diese Zeit geleite, dass sich das Leben von jedem und jeder in ihm erfülle - lasst uns Gott anrufen - R: Kyrie eleison.

Ewiger, du Gott aller Menschen und Völker. Erhöre unser Gebet um eine gute Zukunft der Menschen und mach uns bereit, das Unsere zu tun, um der Welt das Heil in Jesus Christus zu bezeugen. Das bitten wir durch ihn, unsern Bruder und Herrn.


Vaterunser


Segen

Gott segne uns und alle Menschen, denen wir begegnen. - Gottes Kraft halte uns aufrecht.- 

Gottes Auge habe acht auf uns.- Gottes Ohr sei offen für uns. - Gottes Wort spreche für uns.

Gottes Hand schütze und segne jede und jeden von uns.  ø

oder   

Der Vater, dessen Herrlichkeit die Himmel erfüllen, erneuere uns durch seine heilige Nähe und sende uns aus, sein Wort in aller Welt zu bezeugen. T&S. 157

oder

Christus, der Sohn, der aufgefahren ist zur himmlischen Höhe, gieße über uns aus den Reichtum seiner Gnade. T&S. 157

oder

Der Heilige Geist, der Tröster, rüste uns aus und stärke uns für unserem Dienst, das Evangelium zu verkündigen. T&S. 157


Quellen und Hinweise


Soweit nicht anders angegeben sind Bibelverse wörtlich zitiert aus: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung – revidiert 2017, © 2017, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

<ç> entsprechend den aktuellen bzw. örtlichen Corona-Regeln 

a Das Luzernar ist passend am Vorabend wie am Abend des 3. Sonntags nach Epiphanias

Ergänzungsheft zum EG (Leipzig 2018),.

E Evangelisches Gottesdienstbuch (UEK/EVELKD) Bielefeld/Leipzig 2020, 

EG Evangelisches Gesangbuch - Stammausgabe, 

EG Wü  Evangelisches Gesangbuch - Ausgabe Württemberg, 

T Evangelisches Tagzeitenbuch, Göttingen 2020, Nr.

DP Daily Prayer (Presbyterian), Philadelphia (USA) 1987,

T&S  Common Worship (Church of England) Times and Seasons, London 2006,

ø Quelle derzeit nicht bekannt